Schadensersatzanspruch in Sachen Lehman Brothers

Alle Anleger die im Jahr 2008 eine Anleihe oder ein Zertifikat der Lehman Brothers Holdings Inc. oder einer ihrer Tochtergesellschaften auf Vermittlung oder nach Beratung durch ihre Bank oder Sparkasse gezeichnet haben, haben sehr gute Aussichten einen Schadensersatzanspruch gegen ihre Bank oder Sparkasse durchzusetzen und so ihr gesamtes angelegtes Kapital zurück zu erhalten. Denn regelmäßig ist die Bank oder Sparkasse bei der Vermittlung oder Beratung nicht ihrer Pflicht zur ordnungsgemäßen Beratung in Bezug auf das Anlageobjekt „know your merchandise“ gemäß § 31 Abs. 3 WpHG ordnungsgemäß nachgekommen.

Nach allgemeiner Ansicht ist als ein wesentlicher Indikator für die Bewertung des Emittenten einer Anleihe oder eines Zertifikates dessen Credit Default Spread zu beachten (siehe nur Capital-Investor, Heft 27, 2008, S. 8). Nachdem dieser sich aber nach einer ständigen Seitwärtsbewegung seit Januar 2004 bei ca. 20 für die Lehman Brothers Holdings Inc. oder eine ihrer Tochtergesellschaften im März 2008 mehr als verzwanzigfacht hatte, bestand ein so hohes Ausfallrisiko, dass eine Bank oder Sparkasse gegenüber dem Anleger verpflichtet war, ihn zumindest hierüber aufzuklären. Denn ab diesem Zeitpunkt war ein Zahlungsausfall für Anleihe oder ein Zertifikat der Lehman Brothers Holdings Inc. oder einer ihrer Tochtergesellschaften aufgrund einer Insolvenz der Emittentin bzw. der Garantin sehr wohl möglich und dies für die Bank oder Sparkasse auch ohne weiteres erkennbar.

Aber auch Anleger, die vor diesem Zeitpunkt eine Anleihe oder ein Zertifikat auf Beratung ihrer Bank oder Sparkasse hin gezeichnet haben, haben Aussicht darauf, das Anlagegeschäft rückabzuwickeln. Denn nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofes muss ein Anlageberater im Beratungsgespräch den Anleger darüber aufklären, dass er eine Provision für die Vermittlung der Anlage erhalte. Hat er das nicht getan, stellt dies ohne weiteres eine Pflichtverletzung des Beratungsvertrages dar. Eine solche Innenprovision ist nach einem Bericht des Spiegels im Heft 11/2009 zumindest regelmäßig bei der Citibank den Beratern für die Vermittlung einer Anlage der Lehman Brothers Holdings Inc. oder einer ihrer Tochtergesellschaften gezahlt worden.

Sehr gern nehmen wir für Sie die Interessen gegenüber der Bank oder Sparkasse wahr, die Ihnen eine Anleihe oder ein Zertifikat der Lehman Brothers Holdings Inc. oder eine ihrer Tochtergesellschaften vermittelt hat. Für nähere Informationen stehen Ihnen die Rechtsanwälte Sebastian Barta und Dr. Sebastian Geiseler-Bonse in unserem Berliner Standort gern zur Verfügung. Siehe hierzu auch unsere Stellungnahme für die Sendung "Ratgeber - Fonds & Zertifikate" am 25.03.2009 um 18.30 Uhr und am 26.03.2009 um 15.15 Uhr jeweils auf n-tv.