Archiv für Januar 2010

SEB Bank zu Schadensersatz wegen fehlerhafter Aufklärung bei Vermittlung hauseigener Zertifikate verurteilt

Das Landgericht Berlin hat die SEB AG im Rahmen des Schadensersatzanspruches zur Rückabwicklung von ihr vermittelter hauseigener Zertifikate verurteilt. Die Bank hatte dem von uns vertretenen Anleger zum Kauf der hauseigenen Zertifikate SEB AG EUR. BE. Z11 SX5E, ISIN: DE000SEB3R20, SEB AG Benefit. Z11 GSUK, ISIN: DE000SEB4R03, und SEB AG World. EXP. Z12 BSKT, ISIN: DE000SEB6R35 geraten. Hierbei war sie nach Auffassung des Gerichts zwingend verpflichtet, den Anleger über das mit der Anlage verbundene Totalverlustrisiko und die fehlende Einlagensicherung für diese Zertifikate aufzuklären. Da sie dies nicht getan habe, sei die SEB Bank dem Anleger wegen fehlerhafter Anlageberatung zum Schadensersatz verpflichtet. Sie müsse deshalb dem Anleger die Veräußerungsverluste bzw. den Erwerbspreis des erworbenen Zertifikats gegen Rückgabe des Wertpapiers ersetzen.

Für nähere Informationen stehen Ihnen die Rechtsanwälte Sebastian Barta und Dr. Sebastian Geiseler-Bonse in unserem Berliner Standort gern zur Verfügung.

Ausstieg aus Schiffsfonds bei unterlassener Aufklärung über Provisionen

Das Oberlandesgericht Hamm hat eine Bank zur Rückabwicklung einer Beteiligung an einem Schiffsfonds verurteilt, weil sie den Anleger bei der von ihr vermittelten Zeichnung nicht über die von ihr vereinnahmte Innenprovision aufgeklärt hatte. Das Gericht bestätigt damit die Anwendung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der mit Entscheidung v. 20.01.2009 - XI ZR 510/07 entschieden hatte, dass bei bei einer Anlage in Medienfonds über die Kosten der Eigenkapitalvermittlung und damit die vom Berater vereinnahmte Provision aufzuklären ist, auf alle geschlossenen Fonds. Mithin ist damit Anlegern der Ausstieg aus Beteiligungen an Schiffsfonds bei Nachweis einer entsprechenden fehlerhaften Aufklärung im Rahmen der schadensersatzrechtlichen Rückabwicklung möglich. Der Anleger erhält von der Bank seinen Anlagebetrag zurück und muss im Gegenzug seine Beteiligung an diese übertragen.

Für nähere Informationen stehen Ihnen die Rechtsanwälte Sebastian Barta und Dr. Sebastian Geiseler-Bonse in unserem Berliner Standort gern zur Verfügung.