LG München II verurteilt Helaba zur Rückabwicklung von Montranus III

Das Landgericht München II hat die Helaba Dublin Landesbank Hessen-Thüringen International (Helaba) zur Rückabwicklung einer von ihr finanzierten Beteiligung an der Montranus Dritte Beteiligungs GmbH & Co. VerwaltungsKG (Montranus III) verurteilt. Die Klägerin hatte sich im Jahr 2005 mit Eigenkapital und fremdfinanziert über ein Darlehen der Helaba an dem Filmfonds Montranus III beteidigt. Beitrittsvereinbarung und Darlensvertrag befanden sich in einem Formular, das unter anderem eine Empfangsbestätigung sowie einen Verweis auf "die beiden Widerrufsbelehrungen (S. 145 des Prospekts)" enthielt. Mit Schreiben vom 8.12.2010 erklärte die Klägerin den Widerruf des Darlehensvertrages.

Das Landgericht München II erklärte den Widerruf für wirksam. Wegen der fehlerhaften Widerrufsbelehrung habe die Klägerin den Darlehensvertrag wirksam und insbesondere fristgerecht widerrufen. Da Beteiligungserklärung und Darlehensvertrag ein verbundenes Geschäft darstellen, führt der Widerruf zur Rückabwicklung der Verträge mit der Folge, das die Helaba als Beklagte der Klägerin sämtliche Zahlungen zu erstatten habe und ihr keine Ansprüche aus dem Darlehensvertrag mehr zustünden. Die Klägerin müsse sich auch evtl. erzielte Steuervorteile nicht auf die Ersatzleistung der Helaba anrechnen lassen, da es sich zum einen bei dem Miedinfonds um ein "Steuerstundungsmodell" gehandelt habe und zum anderen die Klägerin die empfangene Ersatzleistung zu versteuern habe.

Für Fragen oder Auskünfte zu Ansprüchen und einem Vorgehen gegen die Helaba stehen Ihnen die Rechtsanwälte Sebastian Barta sowie Dr. Sebastian Geiseler-Bonse aus unserem Berliner Standort jederzeit gern zur Verfügung.