Schadensersatzansprüche bei SEB/Santander Vermögensverwaltungsfonds KapitalProtekt Substanz

Zahlreichen Kunden der SEB wurde die Vermögensverwaltung über den „SEB Vermögensverwaltungsfonds KapitalProtekt Substanz“ angeboten, die nach der Übernahme des Privatkundengeschäft durch die Santander Consumer Bank von dieser weitergeführt wurde. Das verwaltete Kapital der Kunden wurde über ein Sondervermögen in sogenannte offene Immobilienfonds investiert, wie etwa SEB Immoinvest, SEB ImmoPortfolio TargetReturn, SEB Global Property Funds, AXA Immoselect, AXA Immosolutions, AXA Immoresidential, CS Euroreal, CS Property Dynamic sowie KanAm Grundinvest. Nachdem zunächst zahlreiche dieser investierten Immobilienfonds die Rücknahme ihrer Anteile ausgesetzt hatten, hat am Anfang diesen Jahres auch der Vermögensverwaltungsfonds selbst die Rücknahme seiner Anteile zunächst vorübergehend eingestellt. Die Kunden kommen somit nicht mehr an ihr Kapital und können auch nicht einschätzen, wann ihnen das wieder möglich sein wird und wieviel dann noch davon übrig ist.

Beim Erwerb von Anteilen an offenen Immobilienfonds sind nach einer aktuellen Entscheidung des Landgerichts Frankfurt a.M. die Anleger über das Risiko eines Kapitalverlusts im Zusammenhang mit der Aussetzung der Rücknahme von Anteilen zu informieren, da es sich hierbei um ein dieser Anlageform grundsätzlich innewohnendes, dem Anleger regelmäßig nicht erkennbares Risiko handelt. Ob und inwieweit eine Aussetzung sinnvoll und im Interesse gerade auch des nicht institutionellen Anlegers sogar vorteilhaft sein mag, berührt dabei die Tatsache nicht, dass mit der Aussetzung für den Anleger ein naheliegendes, nicht unerhebliches Kapitalverlustrisiko besteht, welches auch und gerade durch die dem Anleger alternativ regelmäßig offen stehende Möglichkeit einer Veräußerung über den Zweitmarkt nicht abgefangen werden kann. Dies gilt erst Recht, wenn bei Angebot einer Vermögensverwaltung, das über ein Sondervermögen verwaltete Kapital der Kunden in offene Immobilienfonds investiert ist, die die Rücknahme ihrer Anteile bereits ausgesetzt hatten oder haben. Ist der Kunde nicht entsprechend diesen Vorgaben vor Abschluss des Vermögensverwaltungsvertrages von der Bank aufgeklärt worden, stehen ihm Schadensersatzansprüche gegen die Bank zu mit der Folge, dass er sein gesamtes eingesetztes Kapital von der Bank erstattet bekommt und diese im Gegenzug die Anteile an dem Sondervermögen erhält.

Für Fragen oder Auskünfte zu Ansprüchen und einem Vorgehen gegen die Santander Consumer Bank stehen Ihnen die Rechtsanwälte Sebastian Barta sowie Dr. Sebastian Geiseler-Bonse aus unserem Berliner Standort jederzeit gern zur Verfügung.