LG Stuttgart verurteilt Deutsche Bank zur Rückabwicklung von Beteiligung an Prime Office REIT-AG

Nach dem Landgericht Koblenz mit rechtskräftigem Urteil vom 7.03.2013 hat nunmehr auch das Landgericht Stuutgart die Deutsche Bank verurteilt, an den Anleger 187.000,00 Euro nebst Zinsen zu zahlen sowie ihn von sämtlichen weiteren Nachteilen freizustellen und die Beteiligungen des Anlegers an der Prime Office REIT-AG zu übernehmen.

Der Anleger hat auf Empfehlung und Beratung der Deutschen Bank im Jahr 2005 seinen Beitritt als Kommanditist zur Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 23 KG erklärt. Zum 30.04.2012 sind sämtliche Objektgesellschaften, an denen die Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 23 KG beteiligt war, nach Übertragung aller Objekte auf die Prime Office REIT-AG aufgelöst worden. Die hierfür der Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 23 KG als Ausgleich gewährten Aktien an der Prime Office REIT-AG wurden im Rahmen der Liquidation der Deutsche Fonds Management GmbH & Co. DCM Renditefonds 23 KG auf die einzelnen Anleger als Kommanditisten entsprechend ihrer Beteiligung an der Fondsgesellschaft übertragen. Der Anleger als Kläger hatte geltend gemacht, er sei bei der Vermittlung der Beteiligung nicht ordnungsgemäß über die von der Deutschen Bank vereinnahmten Rückvergütungen aufgeklärt worden und habe deshalb einen Schadensersatzanspruch auf Rückabwicklung gegen die Bank.

Da unstreitig zwischen den Parteien ein Hinweis im Beratungsgespräch auf die von der Deutschen Bank vereinnahmten Rückvergütungen nicht erfolgt war, hielt es das Landgericht Stuttgart nicht für ausreichend, dass dem Anleger im Beratungsgespräch unmittelbar vor Zeichnung der 202-seitige Prospekt ausgehändigt worden war. In der Kürze der Zeit könne unmöglich von dem Anleger verlangt werden, sich durch diesen Prospekt zu "arbeiten". Vielmehr dürfe er darauf vertrauen, dass ihm der Bankberater alle für seine Anlageentscheidung erforderlichen Informationen mitgeteilt habe. Da der Anleger so nichts von den Rückvergütung gewusst habe, könne ein Beginn der kenntnisabhängigen Verjährung erst mit der Konsultation mit seinen Prozessbevollmächtigten angenommen werden.

Für Rückfragen oder Auskünfte zu Schadensersatzansprüchen gegen die vermittelnden Banken stehen Ihnen die Rechtsanwälte Prof. Dr. Sebastian Barta sowie Prof. Dr. Sebastian Geiseler-Bonse aus unserem Berliner Standort jederzeit gern zur Verfügung.