BaFin plant CFD-Handel für Privatanleger einzuschränken

Um Privatanleger zu schützen, beabsichtigt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften (CFD) zu beschränken. Kontrakte mit einer Nachschusspflicht dürften dann Privatkunden nicht mehr angeboten werden. Sie hat deshalb am 4.01.2017 einen Entwurf einer Allgemeinverfügung zur Stellungnahme bis zum 20.01.2017 veröffentlicht.

Mit CFD spekulieren Anleger auf die Kursentwicklung von Basiswerten. Dies können beispielsweise Indizes, Aktien, Rohstoffe, Währungspaare oder Zinssätze sein. Der Kapitaleinsatz ist verglichen zu einem Direktinvestment gering. Positive oder negative Kursänderungen des Basiswerts werden von einem CFD nachvollzogen. Bei einer positiven Abweichung erhält der Anleger den Differenzbetrag, bei einer negativen muss er diesen ausgleichen. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA hatte zuletzt im Juli 2016 eine Investorenwarnung zu diesen Produkten ausgesprochen. Das Verlustrisiko bei CFD mit Nachschusspflicht ist nach Ansicht der BaFin für den Anleger unkalkulierbar, weshalb deren Vertrieb an Privatanleger grundsätzlich untersagt werden soll.

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